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Europameisterschaft statt Llorett de Mar

Julika Funke (links) und Lisa Gette starten erstmals bei den Europameisterschaften der Aktiven. Foto: Foto Linke

Julika Funke (links) und Lisa Gette starten erstmals bei den Europameisterschaften der Aktiven.
Foto: Foto Linke

12.06.2018 FC Würth Künzelsau, Julin Bielenberg,

Julika Funke und Lisa Gette (beide 17) vom Fecht-Club Würth Künzelsau gehen im serbischen Novi Sad an den Start. Dabei bleibt nicht viel Zeit, das Abitur zu feiern

Das Abi in der Tasche und ab geht’s in den Süden. Eigentlich nichts Besonderes, genießen doch viele junge Erwachsene die neu gewonnene Freiheit in der Ferne. Auch Julika Funke, Weltklasse-Nachwuchsfechterin vom FC Würth Künzelsau und frische Absolventin des Erasmus-Widmann-Gymnasiums in Schwäbisch Hall, geht auf Reisen – nach Novi Sad. Wohin? Die 230 000-Einwohner-Stadt im Norden Serbiens ist zwar nicht gerade ein Touristenmagnet, doch die 17-Jährige freut sich auf den Ausflug. Schließlich dürfen sie und Vereinskollegin Lisa Gette (17) am Samstag ihr Debüt bei einer Europameisterschaft in der Erwachsenenklasse geben.

Die ersten Wochen ohne schulischen Pflichten sehen daher für Funke natürlich ganz anders aus als für ihre ehemaligen Klassenkameraden. „Zeit zum Durchschnaufen wäre nicht schlecht gewesen, aber für diese Chance nehme ich den Stress gerne hin“, sagt die junge Sportlerin. Sie schaue dem Wettkampf mit großer Vorfreude, aber auch großem Respekt entgegen: „Ich will dort mein Bestes geben. Natürlich erwarte ich nicht, bis ganz nach vorne zu kommen. Vor allem möchte ich viel Erfahrung sammeln.“ Dabei sieht die Nummer 12 der U20-Weltrangliste ihre Außenseiterrolle eher als Vorteil: „Bei den Junioren stelle ich viel höhere Erwartung an mich selbst. Es ist ganz angenehm, ohne Druck in den Wettkampf zu gehen.“

Auch Gette, aktuell Nummer 8 der Juniorenweltrangliste, möchte ohne zu große Erwartungen in den Wettkampf starten. Dabei verbindet die Künzelsauerin die zweitgrößte Stadt Serbiens vor allem mit Erfolg: Im März 2017 holte sie auf der U17-Europameisterschaft die Bronzemedaille. Auch Funke war damals mit dabei und erreichte Platz 13. „Die Aktivenklasse ist nochmal etwas ganz Anderes. Da sind richtig viele gute und erfahrene Fechterinnen am Start“, sagt Gette. Die Schülerin des Schlossgymnasiums Künzelsau wolle daher auch möglichst entspannt in die Wettkämpfe gehen.

Bereits am Mittwoch fahren die Künzelsauerinnen los. Mit dem Zug geht es erst nach Düsseldorf, wo sie auf Bundestrainer Pierre Guichot und ihre Teamkolleginnen Anna Limbach und Lea Krüger (beide TSV Bayer Dormagen) treffen. Tags darauf fliegt die Mannschaft gemeinsam nach Serbien und schon am Samstag kämpfen die Frauen im Einzelwettkampf. „Das ist im Fechten nicht ungewöhnlich“, erklärt Funke. Viel Zeit bliebe vor Ort nie. Zumindest eine kurze Pause ist den Sportlerinnen nach dem Einzel vergönnt. Nach zwei Ruhetagen geht das Quartett im Teamwettbewerb auf die Planche.

Und bleibt beim ganzen Sport wenigstens ein bisschen Zeit, um das erfolgreiche Abitur zu feiern? Funke lacht und sagt: „Beim Einstudieren unsere Tanzchoreographie bin ich dabei und auch der Abistreich klappt.“ Ob sie am Abiball teilnehmen kann, wisse sie noch nicht. Aber auch das sei ok. Für den sportlichen Erfolg.


Die Ergebnisse der Europameisterschaft in Novi Sad können hier live werden



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