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Künzelsau strahlt bis Singapur

Starkes Künzelsauer Ergebnis in Dortmund: Madeleine Becker, Anna-Lena Bürkert und Vienna Stapf (von rechts nach links) belegten die Plätze drei, fünf und sieben Foto: Privat

Starkes Künzelsauer Ergebnis in Dortmund: Madeleine Becker, Anna-Lena Bürkert und Vienna Stapf (von rechts nach links) belegten die Plätze drei, fünf und sieben
Foto: Privat

26.06.2018 FC Würth Künzelsau, Julian Bielenberg


Madeleine Becker zog vor drei Jahren aus Asien an den Kocher, um beim Fechtclub Würth zu trainieren. Jetzt wird sie Dritte im nationalen Vergleich

Schon am ersten Trainingstag in Künzelsau hat Madeleine Becker überrascht: Den Fechtern vom Fecht-Club Würth wurde eine neue Sportlerin angekündigt. Aus dem fernen Singapur. Anstelle eines asiatischen Mädchens lächelte ihnen Becker entgegen - groß, blond und Tochter zweier deutscher Auswanderer.

Das war vor drei Jahren. Mittlerweile ist Becker 17 Jahre alt und hat mit ihren Erfolgen die ganze deutsche Fechtwelt überrascht. Platz vier bei der diesjährigen Europameisterschaft mit der Junioren-Nationalmannschaft, deutscher Meister mit dem Künzelsauer Team, Rang vier im nationalen U20-Ranking. Zuletzt sorgte sie mit dem dritten Platz beim Junioren-Qualifikationsturnier in Dortmund für das beste Ergebnis der erfolgsverwöhnten Künzelsauer Fechter. „Das war ein wichtiges Ergebnis für mich. Ich möchte auch in der kommenden Saison meinen Platz in der Junioren-Nationalmannschaft halten”, sagt Becker. Trotzdem haderte sie mit dem knapp verlorenen Halbfinale (14:15): „Da wäre mehr drin gewesen. Ich war die ganze Woche zuvor ein wenig angeschlagen und körperlich am Ende.” Insgesamt sei sie aber mit dem Verlauf der vergangenen Saison zufrieden: „Ich habe alle Ziele erreicht, die ich mir vorgenommen hatte.”

Zufrieden mit dem Turnier in Dortmund konnten auch Anna-Lena Bürkert und Vienna Stapf sein. Beide erreichten nach guten Leistungen das Viertelfinale. Bürkert zog im vereinsinternen Duell mit Becker knapp den Kürzeren (13:15). Stapf musste sich Emily Kurth aus Dormagen ebenfalls hauchdünn mit 14-15 geschlagen geben.

Ihre Eltern sieht Becker freilich selten. Der Vater lebt mittlerweile in Thailand, die Mutter nach wie vor in Singapur. Zwei- bis dreimal im Jahr fliegt sie die 10.000 Kilometer nach Südostasien, das nächste Mal in den Sommerferien. Familie hat Becker aber auch in Deutschland. Ihre Großeltern leben in der Nähe von Darmstadt. Dort wohnt sie auch an den wenigen freien Wochenenden während der Fechtsaison.

Trotz der Trennung von ihren Eltern hat Becker den Umzug nach Künzelsau nicht bereut. „Mir gefällt es hier sehr gut. Der Verein ist super und im Schlossgymnasium fühle ich mich sehr wohl. Dass sie jetzt schon seit drei Jahren dort im Internat wohnt, war ursprünglich gar nicht so geplant. „Meine Eltern und ich hatten uns entschieden, dass es gut wäre, ein Jahr in Deutschland in die Schule zu gehen. Danach wollte ich eigentlich wieder zurück”, erzählt Becker. Es kam anders. Die Schülerin fand sofort Freunde und verbesserte sich in ihrem Sport bereits nach kurzer Zeit so viel, dass sie unbedingt in Künzelsau bleiben wollte. Aber warum ausgerechnet Künzelsau? „Meine Trainer in Singapur haben mir den Verein empfohlen”, sagt Becker. Ein Glücksfall für den Fecht-Club, aber auch für die junge Sportlerin: „Mittlerweile will ich für keinen anderen Verein mehr fechten”.



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