

Schon wieder auf dem Siegertreppchen(von rechts): Ricarda Multerer wurde zusammen mit der Israelin Daria Strelnikov Dritte beim Weltcup der Degenjuniorinnen in Göteborg – hinter der Estin Julia Beljajeva und der Schwedin Johanna Bergdahl.
Foto:Privat
Es war für den Heidenheimer Bundestrainer Piotr Sozanski nicht verwunderlich war, dass seine Schülerin Ricarda Multerer ganz vorne mitmischte: „Rici wird jetzt belohnt für ihre aufwändige Trainingsarbeit, die sie seit vergangenen Herbst leistet.“ Die erst 19-jährige Degenspezialistin brillierte bereits vor 14 Tagen beim Weltcup der Aktiven in Budapest mit Platz acht und hatte zu Jahresbeginn auch das Turnier in Heidelberg gewonnen. In Göteborg legte sie in der Vorrunde stürmisch los und musste bei fünf Siegen lediglich eine Niederlage hinnehmen. In der Runde der besten 128 bezwang sie zunächst die Estin Gaia Siim sicher mit 15:8, ehe sie die US-Amerikanerin Emma Peterson ebenso ungefährdet mit 15:10 eliminierte. Mit dem Vorstoß unter die letzten 32 Degenfechterinnen wurden auch die Anforderungen immer stärker und der 15:13-Sieg gegen die Italienierin Eugenia Falqui war hart erarbeitet. Kampflos ergab sich anschließend Stephanie Suhrbier vom OFC Bonner und Ricarda Multerer konnte im folgenden Viertelfinale mit 15:12 gegen die Ukrainerin Dzhoan Feybi Bezhura erneut überzeugen. Erst im Halbfinale fand sie in der Estin Julia Beljajeva ihre Meisterin. Rang drei hieß es damit am Ende für die Heidenheimerin, welche nun einen gewaltigen Satz in der Junioren-Weltrangliste nach vorn macht.
Ebenso erfreulich war das Ergebnis von Ines Werner, die sich als weitere HSB-Fechterin für Göteborg qualifiziert hatte. Bei fünf Siegen und nur einer Niederlage gelang ihr ebenfalls eine überzeugende Vorrundenleistung, aus der sie die notwendige Sicherheit für die weitere Finalrunde schöpfen konnte. Ines Werner ließ sich weder von der Britin Georgina Brighton (13:11) noch von der Spanierin Calleja Fernandez (15:4) am Einzug in die Direktausscheidung der besten 32 stoppen. Mit Caitlin Chang hatte sie nochmals eine Fechterin aus Großbritannien vor sich, die ihr den Weg ins Weg ins Achtelfinale versperren wollte. Aber auch hier zeigte die HSB-Fechterin in ihrem ersten Juniorenjahr beim 15:9-Erfolg eine feine Leistung. Die Grenzen wurden ihr dann durch die zwei Jahre ältere und weitaus erfahrenere Beatrice Brockmann aus Berlin aufgezeigt, wobei Ines Werner bei der 11:15-Niederlage nicht chancenlos war. Am Ende bedeutete das einen achtbaren zehnten Rang unter den besten Degenjuniorinnen aus 24 Ländern.
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