

Trainer Vadym Shturbabin gibt Anja Musch taktische Anweisungen in der Halbzeitpause des Gefechts gegen die Griechin Vassiliki Vougiouka.
Foto: Privat
30 Minuten später konnte die 16-jährige Säbelfechterin des Fecht-Clubs Würth Künzelsau aber schon wieder lächeln. Immerhin hatte sie bei ihrer ersten Teilnahme an den Aktiven-Europameisterschaften voll überzeugt und im Endklassement den 28. Platz belegt.
Insgesamt 55 Teilnehmerinnen waren zuvor am frühen Morgen um 8.30 Uhr mit der Vorrunde in den Wettkampf gestartet. Musch musste in ihrer Runde gegen Fechterinnen aus der Ukraine, Polen, Frankreich, Italien, Weißrussland und Österreich antreten. Dabei schlug sie sich sehr gut und konnte drei der sechs Gefechte siegreich gestalten. Dadurch erreichte sie die Direktausscheidung und war an Position 31 gesetzt. Im ersten KO-Gefecht musste sie gegen die Israelin Petra Pallfy antreten. Nach einem knappen 7-8 Pausenrückstand konnte Musch das Gefecht zu ihren Gunsten drehen und gewann am Ende verdient mit 15-11 Treffern.
„Am Ende hatte ich die richtige Taktik, leider hat es nicht mehr zum Sieg gereicht“ sagte Musch im Anschluss an die folgende Niederlage gegen die Griechin Vougiouka. Trainer Vadym Shturbabin war trotzdem sehr zufrieden. „Anja hat eine tolle Leistung gezeigt und sich im Feld der Aktiven sehr gut geschlagen“.
Beste deutsche Teilnehmerin im Damensäbel war Sybille Klemm aus Tauberbischofsheim. Die 26-jährige belegte einen hervorragenden dritten Platz und holte ihre erste internationale Medaille. Die weiteren deutschen Teilnehmerinnen Stefanie Kubissa und Davina Hirzmann landeten auf den Plätzen 30 und 34. Neue Europameisterin wurde Svetlana Kormilitsyna aus Russland, die im Finale ihre Landsfrau Sophia Velikaia mit 15-13 bezwang.
Nach zwei Tagen Pause findet dann am Donnerstag noch die Mannschaftsentscheidung in Leipzig statt, bei der das deutsche Quartett Außenseiterchancen hat.
(Dominik Behr)
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